
Der Tag heute war eigentlich eher unspektakulär, endete aber trotzdem damit, dass wir jetzt um 22 Uhr im Zelt sitzen und unsere Pasta essen, während die Midges draußen umhersurren. Zum ersten Zwischenziel Fort William ging es mit Rückenwind und häufig bergab über die Bundesstraße (zu Beginn sogar auf einem Radweg! 😲). In Fort William standen erstmal noch ein kleiner Shoppingtrip für Nico nach langer Unterwäsche und dicken Socken an, gefolgt von einem Großeinkauf im Lidl (es war noch nie eine gute Idee, hungrig Einkaufen zu gehen!😅). Auf dem Weg aus dem Städchen raus, erschien plötzlich vor uns ein Radladen, wie eine Fata-Morgana. Wir deuteten das als Zeichen, dass es eine gute Idee wäre, mal einen Fachmann auf die Schaltung von Jules Rad gucken zu lassen, mit der sie schon seit Tagen Probleme hatte. Der nette Fahrradmechaniker nahm sich dem Problem auch gleich an. Aus angekündigten 10min wurde dann eine knappe Stunde (zum Glück hatten wir Snacks gekauft, die wir in der Zeit erstmal vesperten 😅) und dem Mechaniker war eine leichte Verzweiflung anzumerken. Er wollte es unbedingt richtig reparieren, aber dafür müsste man alles mögliche austauschen, meinte er. Letzten Endes hat er aber sein Möglichlichstes getan und zumindest aus der Sicht von Jule läuft das Rad jetzt wieder um Welten besser.

Danach waren wir allerdings so durchgefroren, dass wir erstmal wieder 10km brauchten, um wieder einigermaßen in die Gänge zu kommen. Dann aber genossen wir den Weg am Loch Lochy entlang 🚴♀️🚴♂️ Was uns dort wieder aufgefallen ist und wir bisher noch nicht erwähnt haben, ist die radikale Forstwirtschaft, die hier betrieben wird. Man sieht immer wieder ganze Felder, die komplett abgerodet sind, während auf anderern Teilen junge Bäume nachwachsen.


Wir wissen nicht richtig, was wir davon halten sollen, und wie sinnvoll das so ist, weil das bei uns ja ganz anders gehandhabt wird. Falls das ein Forstexperte/ -expertin liest, gerne melden!
Gesamt-Radkilometer: 880km