
Direkt mal vorneweg:
Unser regenfestes Camp war leider nicht ganz so regenfest, wie erhofft…

…aber die Bedingungen waren auch außergewöhnlich: heute Nacht um 3 Uhr hat es angefangen stark zu regnen und eigentlich nicht mehr aufgehört. Optimistisch wie wir waren, wollten wir den Regen aussitzen, haben nochmal bisschen geschlafen und unser letztes bisschen Brot und Käse im Zelt gefrühstückt. Nachdem sich aber schon ein Flüsschen unter unserem Zelt durch gebildet hatte, mussten wir uns dann doch dazu überwinden alles im Regen einzupacken. Da sich das komplette Camp mittlerweile eher in eine Fluss- und Matschlandschaft verwandelt hatte, zog sich der Aufbrechprozess entsprechend in die Länge.
Damit ihr uns glaubt, dass wir wirklich nicht übertreiben: als wir nach 5km Waldweg wieder auf eine geteerte Straße einbogen und schon von Weitem eine Schlage stehender Autos und Busse sahen, ahnten wir nichts Gutes. Entweder da gibt es was Krasses zu sehen oder ein Problem. Entscheidet selbst:

Aber kein wirkliches Problem für uns, das hatten wir ja schon bei der Rheinüberflutung geübt: Einfach durchstapfen – nasse Füße hatten wir eh schon seit drei Tagen😂

Danach dann erstmal gemütlich ins Café für ein zweites Frühstück/Mittagssnack. Bis wir dann aber wieder auf dem Weg waren (zur Erinnerung: zu dem Zeitpunkt hatten wir grade mal 6km geschafft 😅), war es leider schon später, als eigentlich geplant, denn heute hatten wir ein besonderes Ziel: das Haus von Emma’s Familie. Die Aussicht auf leckere Scones, warme Dusche, tolles Abendessen und ein trockenes Bett ließ uns wieder motiviert in die Pedale treten. Um uns die Kilometer noch leichter so machen, schaute sogar die Sonne immer mal wieder durch die Wolken.


Als wir dann am wunderschönen Haus von Emma’s Mama ankamen, schien die Sonne so kräftig, dass wir das erste Mal auf unserer Schottlandreise draußen sitzen und Scones essen konnten 🌞 unsere Erzählungen von Überflutungen und kalten Nächten verloren dadurch natürlich bisschen an Glaubwürdigkeit 😂
Wir wurden trotzdem sehr herzlich empfangen! Auch von den anderen kleinen und großen Gästen, die gerade in dem tollen schottischen Haus zu Besuch sind. Zusammen verbrachten wir einen sehr netten Abend am Kaminofen (ja, für die Schotten ist der August auch ungewöhnlich kalt!, erzählen sie uns zumindest ständig 😅).
Gesamt-Radkilometer: 1328km