Zwischen Billiardtisch und Wiskeybar sitzen wir nach 4 Nächten Wildcamping in unserer ersten Unterkunft und lassen den Tag Revue passieren. Denn so einfach, wie wir uns das mit den Unterkünften vorgestellt hatten, war das Ganze nicht… Gestern im Laufe des Tages entschieden wir, dass wir heute auf jeden Fall mal wieder eine Dusche, ein Bett und ein Dach über dem Kopf brauchen. Insbesondere weil für heute Nacht bis morgen mittag Regen angekündigt ist. Also suchten wir gestern Abend nach was Passendem, das auf unserer weiteren Route lag: aber Fehlanzeige! Erstens gab es sehr wenige Unterkünfte, die in Frage kamen und zweitens hatten die alle keinen Platz für heute Nacht. Da war die Stimmung natürlich gedrückt… die Nacht wurde dann auch noch zu Schlechtesten bisher: es war das erste Mal sehr kalt und weder Nico noch Jule schafften es den Schlafsack richtig warm zu kriegen. Als wir dann vom Mähen der Schafe nebenan geweckt wurden und wieder eine Horde Midges unser Zelt umschwärmte, war klar, dass wir die nächste Nacht auf keinen Fall nochmal im Zelt verbringen wollten. Das bedeutete nach der Situationsanalyse von gestern aber, dass wir die Route etwas umplanen mussten, um zu einer Pension zu kommen, die noch ein Zimmer frei hatte. Als wir das Zimmer gebucht hatten, sogar ohne Midges frühstückten konnten und uns jedes vorbeifahrende Auto zuwinkte, verbesserte sich unsere Laune rasant. Nachdem alles wieder auf die Räder geladen war, began der schöne Teil des Tages: die Route führte uns über eine „National Cycling Route“ einmal an der Küste einer kleinen Halbinsel entlang.

Wir hatten sogar noch die Gelegenheit für ein paar tolle Drohnen-Shots (werden nachgeliefert, weil Nico’s leider grade außer Betrieb ist 😓)

Die Aussicht auf das Meer, die leeren Straßen und die super nettem Autofahrer*innen, die fast ohne Ausnahme anhielten, um uns vorbeizulassen oder nur in einem der „Passing Places“ überholten, das sonnige Wetter und die tolle Natur zusammen mit den immer wieder eingestreuten Abfahrten sorgten für einen sehr schönen Radtag.

Der sollte auch von den letzten 12km auf einer viel befahrenen Bundesstraße nicht getrübt werden, vorallem weil an deren Ende unsere wohlverdiente Unterkunft wartete: warme Dusche, weiches Bett und sogar frisch gewaschene Klamotten und jetzt noch ein leckeres Abendessen!

So sind wir morgen hoffentlich erholt für die nächsten abenteuerlichen Etappen Richtung Norden!

Unsere Route nachdem wir gestern mit der Fähre von Arran (rechts unten) übergesetzt sind. 🚴‍♀️🚴‍♂️

Gesamt-Radkilometer: 657km

Loch-Counter: 3

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