
Falls jemand von Vaude mitließt oder jemand sich überlegt ein Vaude-Zelt zu kaufen, wie haben unser Zelt jetzt in allen drei möglichen Extremszenarien getestet: 1. Midges-Invasion: Mückennetz hat sie alle abgehalten✅ 2. Starkregen: wir sind perfekt trocken geblieben✅ 3. Sturm mit Böen von bis zu 70km/h (laut Wetterbericht): wir sind nicht weggeflogen✅
Von eben diesem Sturm sind wir heute morgen geweckt worden. Zusätzlich hat es auch mal wieder geregnet. Und da wir unbedingt den schönen Platz direkt an der Küste wollten und unser Zelt nicht einfach im Schutz eines Stromhäusschens aufgestellt hatten, standen wir wirklich volle Kanne im Windkanal. Wir hatten aber zumindest für das Frühstück vorgesorgt und konnten erstmal gemütlich im Zelt vespern. In einer Regenpause bauten wir in Null-Komma-Nichts wie die Profis das Zelt, unsere Isomatten und Schlafsäcke ab und luden alles auf die Räder um zu ca. 250m entfernten öffentlichen Toilette (was für ein Glück, dass es die in dem Dorf gab!!!) zu düsen und uns dort erstmal ready für die heutige Tour zu machen.
Heute stand nochmal ein kleines Sightseeing-Highlight an:

Dann ging es über eine entspannte Küstenstraße – dieses Mal sogar mit Rückenwind- weiter zur Fähre, die uns wieder auf das schottische Festland bringen sollte.

Auf dem Weg dorthin fiel uns auf, dass die Westseite der Insel sehr einsam ist: es gab kaum Orte, geschweige denn Läden oder Cafés, da war die Imbiss-Bude am Fähranleger nicht nur wegen ihrer „legendären Sandwiches“ ein Highlight.

Es gab dort sogar eine kleine Fahrradstation, an der wir unsere Räder aufpumpen wollten – leider hielt uns eine plötzliche Midges-Attacke davon ab.
Mit Erreichen des anderen Ufers (nach ca. 30min Fahrt), hatte sich auch das Wetter komplett geändert: während auf Arran der Himmel Wolken verhangen war und es immer wieder genießelt hatte, fuhren wir jetzt in strahlendem Sonnenschein über die hügelige Landstraße.

Etwas irritiert waren wir dabei von den Autofahrern, die entweder komplett anhielten, wenn wir ihnen entgegenkamen oder ohne die Geschwindigkeit zu reduzieren an uns vorbei rasten…🤔 Wir machten also noch ein paar Kilometer und fingen dann an nach einem Campingplatz für heute Abend Ausschau zu halten. Das gestaltete sich dieses Mal gar nicht so leicht, denn jetzt waren wir in der Situation, dass sich links und rechts der Straße eingezäunte Grundstücke befanden. Warum es auf einer ausgeschilderten Fahrrad-Route keine Rastplätze gibt, hat sich uns auch nicht so richtig erschlossen. Wir wurden dann aber doch noch auf einem kleinen Feld gegenüber von einem alten Friedhof fündig.⛺
Den Tag beendeten wir, wie wir ihn gestartet hatten:

Gesamt-Radkilometer: 602km