Heute hat unser Wecker verschlafen: eigentlich fängt Carlotta ziemlich pünktlich um 8 Uhr an über uns drüber zu klettern. Heute ist sie aber erst um 9:15 aufgewacht. Lag vielleicht daran, dass es heute Nacht so kalt war, das wir alle ganz eng kuscheln mussten. Jedenfalls hat das direkt zu Beginn des Tages unseren Zeitplan durcheinander gebracht. Wir hatten heute nämlich einiges geplant.

Zunächst hieß es wieder zusammen packen, Grauwasser und Toilette entleeren, Müll wegbringen und: Los geht’s!

20min zum Wanderparkplatz im Harz. Dachten wir. War dann aber doch der Pendlerparkplatz und wir durften unsere Wanderung um ein ganzes Stück erweitern: nächste Änderung der Zeitplanung.

Dafür bescherte uns der ungeplante zusätzliche Weg aber eine schöne Aussicht vom Sandsteinfelsen in den Harz.

Auf unserer heutigen Wanderung lagen noch weitere Highlights. Das nächste waren in den Sandsteinfelsen gehauene Höhlen.

Da der Sandstein so weich ist, sind die Wände übersät von Inschriften. Das ist aber tatsächlich gar nicht so gut, weil sich dadurch der Felsen immer weiter abträgt. Das sieht man auch daran, dass der Platz rund um die Höhlen eine einzige Sandgrube ist.

Weiter ging es durch den Wald zu einer alten Burganlage. Unerwartet kostete der Eintritt Geld, allerdings stellten wir später erst fest, dass das durchaus berechtigt war: das Areal war größer, als wir gedacht hatten, und dazu noch gut gepflegt und mit vielen Informationsschildern versehen.

Hier konnte man gut längere Zeit verbringen: nächste Aktivität, die ungeplant länger dauerte als vorgesehen. Leider mussten wir unseren Aufenthalt dann auch abbrechen und Nico ein spontanes Trailläufchen zum Van einlegen, um Jule und Carlotta am eigentlich Wanderparkplatz abzuholen. Dadurch dauerte der Rückweg 20 statt 50min (Merke! Immer Laufschuhe dabei oder direkt anhaben!). Sonst hätten wir es nicht mehr zum nächsten Programmpunkt geschafft: Besichtigung der Baumannshöhle, eine riesige Tropfsteinhöhle. Die Führung war super kurzweilig und interessant, Carlotta hat auch ein paar Kommentare dazu abgegeben oder vielleicht wollte sie auch nur die Akustik testen (in der größten Kammer werden nämlich tatsächlich auch Konzerte und Theaterstücke gespielt) – man weiß es nicht. Die Stalagmiten, Stalaktiten und (Achtung! Neu gelernt:) Stalagnaten waren sehr beeindruckend, vorallem, wenn man bedenkt, das sie tausende von Jahren brauchen, um so groß zu werden!

Den letzten Programmpunkt (Riesenhängebrücke) ließen wir dann weg, weil wir es noch bis 18Uhr zum CheckIn auf den Campingplatz schaffen wollten. Nico ließ es sich aber nicht nehmen, die Sightseeing-Route von GoogleMaps zu fahren. Die führte uns dann kurzerhand auf einen geschotterten Waldweg, der sicherlich nicht für unseren Van angelegt worden war!

Kurz dachten wir an Umkehren – dafür war es aber schon zu spät. Also weiter. Wir kamen dann auch relativ schnell wieder auf eine offizielle kleine Straße direkt an einem See entlang und bekamen noch unsere Sightseeing-Tour. Dabei konnten wir auch das traurige Ergebniss des Borkenkäferbefalls im Harz mit eigenen Augen sehen…

Pünktlich um 17:56Uhr kamen wir grade noch rechtzeitig an unserem letzten Campingplatz für diese Tour an.

An unserem Stellplatz begrüßte uns direkt der kleine Finn von nebenan, der gleich mit Carlotta gespielt hat. Die kann mit ihren neu gewonnen Fähigkeiten aber noch nicht so richtig umgehen und ist noch ein bisschen stürmisch 😀

Finn und sein Bruder sind mit ihrem Papa hier in Urlaub, wie ziemlich vielen andere Vater-Kind-Gespanne auch. Das ist uns jetzt auf jedem Campingplatz aufgefallen. Haben wir da irgendwas verpasst? Ist das jetzt so Trend oder machen das die Papas schon immer so?

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